Schweiß, Disziplin und Siegeswille: Neun neue Talente für die Kampfmannschaft

Am 24. Januar 2026 hieß es für 35 unserer Mitglieder: Alles oder Nichts. Beim diesjährigen Sichtungsboxen ging es um einen Platz in der Wettkampfmannschaft – und um viel mehr als das.

Lass uns kurz über Mut sprechen. Sich freiwillig einer Prüfung zu stellen, bei der man scheitern kann – vor den Augen der Trainer, vor den eigenen Trainingspartnern – das machen nicht viele. 35 aus unseren Reihen haben es trotzdem getan. Allein dafür: Respekt.

Denn Wettkampfboxen ist eine besondere Welt. Hier gibt es keinen großen Fame, keine Sponsorendeals, keine Abkürzungen. Es gibt nur dich, deinen Gegner und die Frage, was du bereit bist zu geben. Keine Ausreden. Nur Leistung und Gerademachen.

Was wir von unseren Kämpfern verlangen

Die zweistündige Aufnahmeprüfung war bewusst so aufgebaut, dass sie an Grenzen führt.

Los ging es mit drei Runden Seilspringen – je drei Minuten. Klingt harmlos, ist es nicht. Hier zeigt sich sofort, wer Rhythmus hat und wessen Kopf und Körper wirklich zusammenarbeiten. Danach folgte Schattenboxen: drei weitere Runden, in denen die Teilnehmer beweisen mussten, dass sie Kombinationen und Verteidigung auch ohne Gegenüber sauber abrufen können.

Das Herzstück war das Sparring. In Paarungen nach Alter und Gewicht wurde der Ernstfall simuliert. Unter echtem Druck zählt nicht mehr, was du im Training gezeigt hast – es zählt, was du jetzt zeigst. Timing, Distanzgefühl, die Fähigkeit, bei Stress die Deckung oben zu halten.

Den Abschluss bildete ein hochintensiver Konditionsteil. Hier ging es uns nicht mehr nur um die Physis. Wir wollten den Charakter sehen. Wer kämpft weiter, wenn der Körper längst aufhören will? Wer bewahrt bei extremer Erschöpfung noch einen klaren Kopf?

„Wir wollten sehen, wer es wirklich will“, fasst unsere sportliche Leitung zusammen. „Die körperliche Belastbarkeit ist das Fundament – aber die mentale Stärke entscheidet, wenn es im Ring eng wird.“

Das Ergebnis – und was es wirklich bedeutet

Neun Kämpfer haben es in die Wettkampfmannschaft geschafft. Sie verstärken ab sofort unser Team und bereiten sich auf ihre ersten Einsätze im Ring vor.

Besonders bemerkenswert: Drei von ihnen sind beim zweiten Anlauf durchgekommen. Sie haben die erste Absage nicht als Ende gesehen, sondern als Anfang. Das ist genau die Einstellung, die einen Wettkampfsportler ausmacht.

An die 26, die diesmal nicht dabei sind: Ihr habt euch gestellt. Ihr habt zwei Stunden lang alles gegeben, obwohl ihr wusstet, dass es vielleicht nicht reicht. Das ist mehr, als die meisten Menschen jemals tun werden. Wer von euch wiederkommt, ist jederzeit willkommen – und weiß jetzt genau, woran er arbeiten kann.

Eine Sache noch

Wir haben aus anderen Studios das Feedback bekommen, dass diese Art von Sichtung eine richtig gute Idee ist. Das freut uns – und bestätigt uns darin, diesen Weg weiterzugehen. Unser Ziel war es, jungen Talenten aus unseren eigenen Reihen einen klaren Weg in den Leistungssport zu zeigen. Einen, der fordernd ist, aber fair. Wer die Voraussetzungen mitbringt und bereit ist, sich zu beweisen, bekommt die Chance.

Das nächste Sichtungsboxen kommt. Wer dabei sein will:

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